"Die Musik im Wechselbad der Gefühle"
(Der Briefwechsel von Clara und Robert Schumann: Musikalische Lesung auf Johannisberg)
... Die "Musikalische Lesung" wurde rezitativ von der Schauspielerin und Moderatorin Désirée Nosbusch begleitet, die mit viel Inbrunst und Einfühlungsvermögen die Verirrungen einer verhinderten Liebe in Form von Briefen der beiden Protagonisten darlegte. Kongenial begleitet wurde sie musikalisch von Quirine Viersen am Violoncello und Silke Avenhaus am Klavier. Das eingespielte Duo wählte, passend zu den jeweiligen Stimmungen die Kompositionen der beiden Schumanns aus.
Eindrucksvoll kam da zu Tage, wie synergetisch Robert Schumanns "5 Stücke im Volkston für Klavier und Violoncello op.105" Bedeutung gewinnen - durch die Verzweiflung über die problematische Beziehung genauso wie durch die euphorischen Gefühle. ...

(Wiesbadener Tagblatt, 16. August 2003)


"Old and new provides an hour of pure enjoyment"
(BBC Recital, Quirine Viersen Cello & Silke Avenhaus Piano, at the NTL Studio)
The fourth in the current BBC Series of One Hour Recitals at the NTL Studio was given by Dutch cellist Quirine Viersen and German pianist Silke Avenhaus. Though unknown to me before this recital I looked forward to their programme of works by three well known composers and one "world premiere".
In the event these two young artists gave us an hour of pure enjoyment which should have been a must for at least some of those young folk who hope to make music their career.
The duo's Schumann Fantasiestuecke op.78 captured the work's wistful romantic lyricism, delicate interplay and vigorous ending through excellent balance. In contrast, Beethoven's Cello Sonata No.4 in C Major was given an appropriately straightforward performance where the music stretches the imagination with its mixture of bold statements, classical development and folksy humour.
Chopin's Introduction and Polonaise in C was excellently controlled with the music rather than virtuoso technique holding one's attention throughout and with the florid piano and lyrical cello sharing the limelight. It also proved that with the lid supported on the long stick the BBC Steinway is capable of the merest whisper.
The world premiere of "Zwei Neue Fantasiestuecke" by German-based American-born composer Mark Moebius helped restore one's faith in contemporary music. The 29-year-old displays a maturity of concept, content and execution which singles him out as name to watch.
This is a most arresting work, somewhat fragmented with rubarlos harmonics and glissandi, short out breaks of lyricism and shared roles of solo and accompaniment.
It is a well conceived, shapely and beautiful original work with a well occupied but not overburdened cello role and it received a most worthy first public airing from our two outstanding artists.
The current series of BBC recitals is going on apace, each week providing a new musical experience in one form or another. With four more to go this looks like being something of a summer to remember.
It is to be hoped that when folk have to pay for admission, as with the BMS, they will still be as enthusiastic in their attendances.

(Belfast Telegraph, 23.09.2002 )


"Atmosphärische Dichte"

(Quirine Viersen und Silke Avenhaus im Beethoven-Kammermusiksaal)
Bonn. Zwei herausragende Künstlerinnen in der Reihe Kammerkonzerte im Beethovenhaus: Die Pianistin Silke Avenhaus hat mit ihren 32 Jahren bereits in der New Yorker Carnegie Hall konzertiert; Cellistin Quirine Viersen, vielfach preisgekrönt, ist mit ihren 29 eine anerkannte musikalische Persönlichkeit.
Zu hören war das schon in Frank Martins düster-elegischer Ballade: Beide Interpretinnen verfügen über eine souveräne Technik, ausgereifte Musikalität und höchste Gestaltungskraft. Quirine Viersen ließ ihr Cello sprechen, singen, tönen wie mit eigener Stimme und Persönlichkeit, jede Phrase, jede Note empfunden, als hätte sie sie selbst komponiert. Silke Avenhaus demonstrierte differenzierteste Anschlagkultur, selbst einfache Akkordeinwürfe erklangen in sich vielfach abgestuft, der Cello-Linie in Klang, Ausleuchtung und Stimmung feinstens angeschmiegt. Fast noch weiter ausgeprägt wurde diese Gestaltungskunst anschließend in Beethovens zweiter Cellosonate op. 5 g-moll. Betont langsam etwa die Einleitung, betont der Gegensatz zwischen rauhem, grübelndem Cello und heller, galanter Klavieroberstimme, die unverhofft in einer weichen geschmeidigen Cantilene zusammenfinden - jeder Takt ertönte atmosphärisch zugespitzt, verdichtet. Im Finale war dies fast kontraproduktiv.
Der Gestaltungsernst, die intensive, manchmal artifizielle Aufladung jedes winzigen Details stand quer zur lockeren, durchaus ursprünglich gemeinten G-Dur-Heiterheit des Beethovenschen Jugendwerks. Die Interpretation war paradoxerweise zu gut, um einfach mitreißend zu sein. Nach der Pause war das vergessen: Die g-moll Sonate op. 65 von Fréderic Chopin (der laut Programm von 1843 bis 1907 lebte, eine merkwürdige Vorstellung), keinesfalls eines der dankbarsten Werke wurde zum überwältigenden Erlebnis. Hier stimmte einfach alles; selbst das sperrige Scherzo war rasantes Virtuosen- und stimmungsvolles Charakterstück in einem, das Finale eine klare, hellsichtige Ekstase: Stürmischer Beifall und als träumerischer Ausklang ein Stück zauberhaften Robert Schumann.

(Bonner Rundschau, 29.10.2001)



"Zwischen Ritual und Tragik"
(Quirine Viersen und Silke Avenhaus im Beethoven-Haus in Bonn)
Bonn. Das erste Kammerkonzert im Beethoven-Haus wurde von zwei engagierten jüngeren Künstlerinnen gestaltet, die auf den internationalen Podien längst zu Hause sind. Quirine Viersen (Violoncello) und Silke Avenhaus (Klavier) hatten sich mit der Ballade aus dem Jahr 1949 von Frank Martin eine anspruchsvolle Aufgabe an den Anfang des Programms gestellt, deren weitgehend narrativen Charakter sie konsequent in Szene setzten.
Ausdrucksstarke Doppelgriffe wurden von leichten Tupfern des Klaviers untermalt, die folgende Einstimmigkeit, in leichter, sanfter Bewegung, wirkte wie eine Steigerung, die sprechende Tongebung aber wurde beibehalten. In den schnellen Partien - die Sätze gehen nahtlos ineinander über - gelangten sie zu einer virtuosen Motorik, dennoch bekam fast jeder Ton seine eigene Farbe.
Ein intensiv eingefärbtes Adagio-Gespräch ereignete sich in der Manier eines improvisierten Trauermarsches, düster und mit weiten dynamischen Dimensionen. Schließlich verlor sich das Stück in einem langen, vollends vereinsamten Ton.
Die Beethoven-Sonate (g-Moll, op. 5,2) ließen Viersen und Avenhaus bedeutungsschwer, Unheil verkündend anheben, kehrten wohl zwischenzeitlich in sichere Zonen zurück, blieben aber durchgängig bei einem hochdramatischen Gestus, zwei Pausen in atemloser Stille bildeten dabei einen Höhepunkt.
Auch die Hineinnahme des Konventionellen im schnellen Teil des Kopfsatzes ließ kein Gefühl der Leichtigkeit aufkommen, wilde Kämpfe wurden ausgetragen, in mystischer Spannung zwischen Ritual und Tragik. Beim Rondo-Finale, das derlei Deutung nicht zulässt, steigerten sie sich zu virtuoser Munterkeit.
In der Sonate (g-Moll, op. 65) von Chopin überzogen die Spielerinnen die Grazie des Salons mit einer Patina von Dramatik und Pathos. Über weite Strecken dominierte das Klavier - wen wundert`s -, die Cellostimme erfuhr die Ausformung als zweiter Diskant. Tänzerisch eingefärbte Nervosität im Scherzo, himmelstürmende Brillanz im Finale und die Nähe zu den Fantasiestücken von Schumann im Largo, das alles gab es zu genießen. Norbert Stich

(Bonner Generalanzeiger, 26.10.2001)



"Die lange Nacht mit dem Größten von allen"
(Lange Bachnacht im Gasteig)
Die Holländerin Quirine Viersen - eben noch musizierte sie mit Jessye Norman in Salzburg - atmet einmal tief und spielt in der grausam trockenen Akustik des Carl-Orff-Saals die vielleicht sprödeste der sechs Violoncello-Suiten Bachs, die fünfte in c-moll.(...) Konzentration und Passion, lyrische Ruhe und energische Kraft zeichnen ihr Spiel aus, und in den zwei Bach-Widmungen von Kodály und Villa-Lobos kann sich Viersen vollständig auf ihre langjährige Klavierpartnerin Silke Avenhaus verlassen, die mit ihr haucht und singt. (...)
Kurz nach ein Uhr morgens zaubert Avenhaus, nun allein, in Liszts Variationen über "Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen", BWV 12 ein letztes Mal, blitzen Linke-Hand-Oktaven, glöckelt der Diskant.

(Müchner Merkur / 31.07.2000)



"Fernab von Zeit und Raum"
(Bad Aibling)
Isabelle Faust (Violine), Quirine Viersen (Violoncello), Silke Avenhaus (Klavier) - an diese drei Namen werden sich die Besucher des sechsten Kammerkonzerts im Kursaal von Bad Aibling noch lange erinnern. Die jungen Musikerinnen nämlich entrückten ihr Publikum mit einem unvergesslichen Konzertereignis. ...
Quirine Viersen intonierte auch in der Doppelgriffpassage dieses Scherzos makellos und das Klavierspiel war immer filigran, fernab von jeglichem Klangbrei. ...Virtuose Klavierläufe paarten sich mit gefühlvollem Cellospiel. Die Künstlerinnen bewiesen ein sicheres Gespür für Gemeinsamkeit und Verbundenheit. ...
Isabelle Faust, Quirine Viersen und Silke Avenhaus machten Zeit und Raum vergessen, inszenierten ein Largo, das den Atem stocken und das Herz stillstehen ließ. ... Diesen Beethoven hören und sterben, was will man mehr. Selbst der freudige Schluss, ein vorzüglich gespieltes Presto, vermochte nicht mehr, den Hörer ins Diesseits zurückzuholen, so tief war die Wirkung des Mittelsatzes.

(OBERBAYERISCHES VOLKSBLATT / 22.02.2000)



"Geluksdelirium in Vermeulens Zesde"
(mit Q. Viersen, Holland Festival, Concertgebouw)
"The cello-piano duo Quirine Viersen and Silke Avenhaus brought youthful élan in the formidable, almost terrifying Second Cello Sonata....
(NRC HANDELSBLAD/12.06.97)

"Cellist Quirine Viersen and Pianist Silke Avenhaus played this strong chamber music piece (Second Cello Sonata by Vermeulen) in the small hall of the Amsterdam Concertgebouw. Despite the enormous technical difficulty of the work, the duo succeeded in giving a ravishing performanc.
(TROUW/12.06.97)



"Junge Künstlerinnen machten Konzert zum Saison-Höhepunkt des Konzertvereins"
Quirine Viersen u. Silke Avenhaus traten vor 700 Zuhörern in der Stadthalle Marburg auf
(Michael Arndt/OP/17.03.1998)



"Musikerinnnen nutzten die Freiheit der Gestaltung"
Umjubelter Abend des Konzertvereins - Quirine Viersen und Silke Avenhaus in Marburg
(kik/NMZ/17.03.1998)



"Meister von morgen" lebten und litten mit ihrer Musik (Konzertreihe der Dr. Carl Dörken Stiftung, Herdecke)
Auch im neuen Jahrtausend verspricht die Dörken-Stiftung wieder für erstklassige Musik zu stehen. Der erste Beweis dafür war am Sonntag Abend im Ruhrfestsaal zu hören. Dort konzertierten Benjamin Schmid (Violine), Quirine Viersen (Cello) und Silke Avenhaus (Klavier). Mit Stücken von Ludwig van Beethoven, Kodaly und Dvorak begeisterten sie das Publikum im voll besetzten Saal. Ludwig van Beethovens "Geistertrio" machte den Anfang des abwechslungsreichen Abends. Mit bestechender Präzision zelebrierten die Drei das Klaviertrio des "Meisters von gestern". Benjamin Schmid, Quirine Viersen und Silke Avenhaus ließen den Eindruck entstehen, als wären ihre drei Instrumente zu einem verschmolzen. Die jungen Musiker begeisterten vor allem durch ihre Inbrunst und ihr blindes Verständnis. Sie lebten und litten förmlich mit der Musik. Einmal wirkte die Musik wie das wilde spielen von Kindern, und schon im nächsten Moment erfüllte absolute Stille und Harmonie den Ruhrfestsaal. Das Trio interpretierte das Geistertrio melodiös, dramatisch, spielerisch leicht, ausgelassen, melancholisch und schwermütig. ... In einem Grandiosen Allegro con Brio endete ein äußerst facettenreicher Kammermusikabend in Herdecke - ein mehr als gelungener musikalischer Start ins Jahr 2000.
(WESTFALENPOST / 18.01.2000)








Archiv

Solokonzerte

Kammermusik

Kammermusik mit Tabea Zimmermann

Kammermusik mit Quirine Viersen

Kammermusik mit Antje Weithaas

Portrait Silke Avenhaus

CD-Rezensionen: siehe Recordings