ROBERT SCHUMANN

Violin Sonatas 1 - 3

ISABELLE FAUST, violin
SILKE AVENHAUS, piano

schumann.jpg (9000 Byte)
cpo    999 597-2


INTERNATIONAL RECORD REVIEW, 11/2000:

Isabelle Faust and her ideally perceptive keyboard collaborator, Silke Avenhaus, deliver interpretations which are idiomatic and exciting. The recording is marvellous.
Harris Goldsmith


MUSIC MAGAZINE, 12/2000: (Editors choice - CD of the Month)
"Faust with soul intact...." These Sonatas are also extraordinary intimate performances, with Silke Avenhaus a highly intuitive partner. Faust is one of the most distinctive young violinists playing today. Highly recommended.
Helen Wallace


Scala, 6/2000:
Hinsichtlich Stimmungsgehalt, Atmungsvermögen u. kompromissloser Genauigkeit muss schon die Aufnahme Abel/Szidon als "Schumann-Referenz" herangezogen werden, um die Qualitäten des Duos Faust/Avenhaus verständlich zu machen. Daneben überzeugt Isabelle Faust einmal mehr nicht nur als Geigerin hohen Grades, sondern in allererster Linie auch als profunde Gestalterin. Dabei kann man ihr Spiel kaum getrennt von dem ihrer Klavierpartnerin Silke Avenhaus betrachten, was ihre Grundausrichtung nur unterstreicht. Allgemeine Satzbezeichnungen wie "Markiertes, ziemlich lebhaftes Tempo", auch die zahlreichen Dynamikanweisungen werden sinngebend umgesetzt.
Wolfgang Wendel


Klassik heute, 11/2000:
Viel Unfug wurde über Schumanns Spätwerk geschrieben. Von Wahn liest man da, von Müdigkeit auch, von Halluzinationen, vom Verlust an Kreativität, Übersicht, Handwerk. Und weil all dies die Hemmschwelle erhöht, lassen viele lieber die Finger davon. Dabei ist der "Wahn" Schumanns in seinen letzten Werken keinesweg von grundsätzlich anderer Qualität als jene Zerissenheit, die im Frühwerk als romantischer Furor sanktioniert und willkommen ist. Mit derlei Vorurteilen geht man am besten um, indem man sie widerlegt. Und genau dies tun Isabelle Faust und Silke Avenhaus. Im Gegensatz zur schäumenden Einspielung Kremers/Argerichs rücken sie den Sonaten mit beinahe klassischem Ebenmaß zu Leibe. Faust kalkuliert jedes Detail ihres uneitlen Spiels in seinem Verhältnis zum Ganzen. Sparsam setzt sie ihr Vibrato ein, sensibel spannt sie Bögen, schlicht schwingt sie Melodien, gekonnt verteilt sie die Farben ihrer Stradivari. Alles ohne Effekthascherei, ohne Posen, ohne Getue. Kurzum: Wunderbar. Was uneingeschränkt auch für Avenhaus' eng in den Geigenpart verschränkte Klavierbegleitung gilt.
Peter Korfmacher


FONO FORUM, 12/2000:
Isabelle Faust und Silke Avenhaus legen ein hoch intensive und sehr ideenreiche, in den dynamischen Grenzbereichen aber auch übersteigerte Interpretation von Schumanns drei Violinsonaten vor. Isabelle Faust schöpft das Klangvolumen und die farbliche Bandbreite ihrer Stradivari voll aus - zur Darstellung scharfer Kontraste und entsprechend extremer Gefühlslagen. Da gibt es, etwa in der großen d-Moll-Sonate, ganz sanfte und zarte Momente, aber auch sehr markige, mit Kraft angeführte Akkorde. Silke Avenhaus bleibt gestalterisch immer präsent, setzt deutlich eigene Akzente, passt sich hellhörig an und trumpft beherzt auf, wenn Schumann es verlangt. Dies Neuaufnahme vermag mitzureißen, ohne Frage, aber sie wird auf Dauer nur diejenigen zufrieden stellen, die mit Extremen leben können.
Norbert Hornig