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Meisterhaftes Duospiel
Schubert mit Antje Weithaas und Silke Avenhaus
Die Geigerin Antje Weithaas ist nicht nur eine vorzügliche Solistin, die in Wiesbaden zuletzt 2004 mit dem Violinkonzert von Alban Berg zu hören war, sondern auch eine begeisterte Kammermusikpartnerin etwa der Geschwister Tetzlaff oder Tabea Zimmermanns. Auf ihrer neuen, in Koproduktion mit dem Deutschlandfunk entstandenen CD widmet sie sich gemeinsam mit der Pianistin Silke Avenhaus Werken Franz Schuberts: Der vom Verleger Diabelli so bezeichneten, aber nicht zu unterschätzenden "Sonatine" a-Moll D385, der nur ein Jahr später entstandenen, komplexeren Sonate A-Dur D574 und der C-Dur-Fantasie D934 aus dem "Spätwerk" Schuberts. Die Meisterschaft des Duos zeigt sich gerade hier in der Hochspannung zwischen weit gespanntem Melos der Violinstimme und der exquisiten Differenzierung des Klavierparts. Gewiss geht es ruhiger, weniger "extremistisch" zu als in Gidon Kremers pointierter Deutung - aber verstecken müssen sich diese spannenden Schubert-Einspielungen bestimmt nicht.
Wiesbadender Kurier, 13. Januar 2006
Hier feiert die Feinheit des Zusammenspiels Triumphe; großartig die Interpretation der Fantasie, die wie von Ferne uns immer näher rückt.
Heinz Zietsch, Echo Online
17.1.2006 |