CD Mendessohn
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FELIX MENDELSSOHN

Violinsonaten

Sonate F-Dur / Sonata in F major (1838)
Sonate d-moll / Sonata in D minor (Fragment)
Sonate f-Moll / Sonata in F minor op. 4
Sonate F-Dur / Sonata in F major (1820)

ANTJE WEITHAAS, VIOLINE
SILKE AVENHAUS, KLAVIER


Diese Produktion enthält zwei Weltpremieren, ein unbekanntes Fragment einer d-Moll Violinsonate sowie der erstmals gespielten und bei Bärenreiter (2009) verlegten Originalfassung der F-Dur Sonate (1838).

Klassik Heute - Empfehlung
von Sixtus König, Klassik.com, 15.06.2009

Die drei Violinsonaten von Felix Mendelssohn-Bartholdy gehören zu den weniger bekannten Werken des Komponisten. Mit den beiden Violoncello-Sonaten etwa können sie sich an Popularität nicht messen. Schön, dass sie aus Anlass des Mendelssohn-Jahres wieder einmal ins Blickfeld gerückt werden – und noch schöner, dass es in so vorzüglicher Weise geschieht wie in dieser Produktion des Deutschlandfunks, die eigentlich einer Neuentdeckung gleichkommt. Denn die große F-Dur-Sonate, die zu Mendelssohns Lebzeiten weder öffentlich aufgeführt noch gedruckt worden ist, wurde bisher nur in der sehr freien Bearbeitung von Yehudi Menuhin gespielt, der 1953 die Erstausgabe vorlegte. Das Duo Weithaas / Avenhaus hat sich für die erheblich davon abweichende Originalgestalt entschieden – frisch nach den ersten Druckfahnen der neuen Urtext-Ausgabe des Bärenreiter Verlags.

Die Sonaten sind auf der CD umgekehrt zur chronologischen Reihenfolge angeordnet: Auf die F-Dur-Sonate von 1838 folgt die f-Moll-Sonate op. 4 aus dem Jahre 1825, ein veritables Sturm und Drang-Stück, und schließlich die F-Dur-Sonate von 1820, der Geniestreich des Elfjährigen. Außerdem ist, wiederum in Ersteinspielung, das Fragment eines Sonatensatzes in d-Moll zu hören, das aus der gleichen Zeit wie die f-Moll-Sonate stammen dürfte – ein auch in der unvollständigen Gestalt dank seiner Kühnheit und Dramatik absolut hörenswertes Stück!

Antje Weithaas und Silke Avenhaus stellen mit dieser CD einmal mehr unter Beweis, dass sie zu den herausragenden Kammermusik-Interpreten unserer Tage zählen. Mit solchem technischen Können, mit solcher künstlerischen Ernsthaftigkeit und mit solcher hohen Musikalität gehen heute nur wenige Instrumentalisten zu Werke. Das Ergebnis ist fesselnd von der ersten bis zur letzten Note und überzeugt in jedem Augenblick. Weithaas und Avenhaus demonstrieren nachdrücklich, dass ohne Manieriertheit und Allüren, aber mit Klugheit, Sensibilität und Natürlichkeit die größten Wirkungen zu erzielen sind.

Eine solche Wiedergabe hat Mendelssohn verdient. Sie zeigt die Qualitäten der Violinsonaten in bestem Licht: virtuose Leichtigkeit und schwärmerische Empfindung, romantischen Ausdrucksreichtum und klassisches Formgefühl. Eine Veröffentlichung, die ungetrübten Genuss bietet!

Künstlerische Qualität: 10
Klangqualität: 10
Gesamteindruck: 10
von jeweils 10 Bewertungspunkten

 

Rundum gelungener Mendelssohn
von Dr. Stefan Drees, Klassik.com, 13.02.2009

Es ist eigentlich immer recht publikumswirksam, wenn man eine CD-Aufnahme mit der Bemerkung ‚Ersteinspielung’ versehen kann, denn dies erhöht sowohl die diskografische Attraktivität als auch das Publikumsinteresse. Aber selbst ohne solche Hinweise hätte die neue, bei CAvi-Music erschienene Produktion mit dem Duo Antje Weithaas (Violine) und Silke Avenhaus (Klavier) volle Aufmerksamkeit verdient, denn nach ihrer erstklassigen Platte mit den Brahmsschen Sonaten legen die beiden Musikerinnen damit erneut eine exzellente Lesart romantischen Violin-Klavier-Repertoires, diesmal bezogen auf den diesjährigen Jubilar Felix Mendelssohn Bartholdy, vor. Dabei überzeugen sie auch diesmal wieder durch ein exzellent aufeinander eingespieltes Musizieren, das sich durch hohe Perfektion und beeindruckende Gestaltungskraft auszeichnet.

... den vollständigen Text finden Sie hier

Interpretation: * * * * *
Klangqualität: * * * * .
Repertoirewert: * * * * *
Booklet: * * * . .